Stena Lines    - LLANGOLLEN -  Betws-y-coed

 

25. - 26 Juni 1999

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Four Poster Hotel

Nach einer schier endlosen Tour durch die Ebenen Englands tauchen wir hinab in das Tal des Rivers Dee. Die Straßen werden eng und enger, die Kalksteinfelsen rücken zusammen, Bäume bilden einen Tunnel für die Straße. Nach der Eintönigkeit nun die Abwechslung der Berge und Täler..

Nachdem wir in dem wuseligen Ort unser Hotel gefunden haben, machen wir uns auf die Füsse - hinauf zum CASTEL DINAS BRAN. Doch zuvor noch ein kurzer Stopp am LLANGOLLEN CANAL und die Fahrkarte für die Tour morgen Mittag gekauft, dann geht es weiter. Allerdings, wie wir später feststellen, auf einem längeren Weg, der den Berg fast komplett umrundet. Macht nichts - dafür ist es nicht so steil. Die ersten Schafe blöken, Fliegen umsummen uns und den lilafarbenen Fingerhut am Wegesrand. Das Castel Dinas Bran

Auf der Rückseite des Burgberges angekommen, finden wir dann auch den ersehnten Wegweiser zum Gipfel. Nach ca. einer Stunde Wanderung erreichen wir schließlich total durchgeschwitzt den grünen Gipfel mit seinen Burgfragmenten, die in der aufziehenden Dämmerung wie Zahnstummel oder drohende Figuren aussehen. Von allen Seiten dringt das Blöken der Schafe zu uns, weit entfernt das Rauschen des Verkehrs im Tal, Ruhe und nichts stört, Frieden.....

Der Abstieg auf der anderen Seite führt uns auf direktem Wege nach Llangollen. Doch ziemlich abgekämpft fallen wir ins Bull's Inn und wenig später, nach den paar Metern bis zum Hotel ins Bett...


 

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Die Zeitumstellung von nur einer Stunde kann auch ihre Folgen haben, vor allem, wenn man sich blind auf einen Funkwecker verläßt. Der weckt dann natürlich eine Stunde zu früh. Damit hatten wir genug Zeit für einen Tee auf dem Zimmer und einen Morgenspaziergang durch die verschlafene Stadt, durch die kühle Luft entlang des Flusses. Nach einem ausgiebigem FULL COOKED BREAKFAST haben wir die Stadt erkundet mit ihren kleinen Gassen und Häusern, mit den schönen waldigen Ufern des River Dee. Jetzt sitzen wir an Bord des Motorschiffes THOMAS TELFORD, benannt nach dem Erbauer der Straße A5 mit all ihren Brücken, die das Land von Ost nach West durchquert und der auch Erbauer der PONTCYSYLLTE AQUEDUCTs war. In fünf Minuten geht es los...

Wir sind bereits seit einer Stunde unterwegs auf dem "ach-so-schmalen" Kanal, der mehrere Städte miteinander verbindet. Früher war er ein Industriekanal, heute dient er nur noch Freizeit-Kapitänen und Ausflugsbooten als Wasserstraße. Oft genug ist es so eng, daß keine zwei Boote aneinander vorbei passen. Dann heißt es zurück zur nächsten Ausweichstelle, zwei Männer ziehen das Boot mit Leinen ans Ufer und halten es, bis die Fahrbahn wieder frei ist. Vorbei geht die Fahrt an Wiesen, unterhalb vom DINAS BRAN und WORLD'S END, dann wieder haben wir einen zauberhaften Blick über das Tal von Llangollen.

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Der eigentliche Höhepunkt der Fahrt kommt ganz am Ende der Tour - erst eine Kreuzung der Wasserwege und dann sehen wir rechter Hand die schmale Fahrrinne, die in 40m Höhe über dem Tal schwebt. Auf der linken Seite der Fahrrinne ist der Weg für Pferde und Menschen und daher auch ein Geländer - rechts ist nur das Tal....

Es ist ein wahrhaft eigenwilliges, eigenartiges Gefühl, über den größten Aquädukt der Welt in einem Boot drüberzufahren! Kurz danach ist die Endstation, der Bus kommt fast zeitgleich mit uns an, bringt uns zurück nach Llangollen in nur fünf-minütiger Fahrt. Für uns geht es nun mit dem Auto weiter in Richtung Horseshoe-Pass. Hier oben genießen wir bei einem Eis einen letzten Blick in das Tal der Dee, auf Llangollen und die bettelnden Schafe, die sich längst schon auf Touristen eingestellt haben. Und weiter geht es wieder bergab zu unserem Ziel BETWS-Y-COED.

 

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08.08.99 Oliver Mayfarth