Glastonbury    - HARWICH

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Nach einigen Country Roads, die wir von Swindon aus befuhren, fanden wir es, das WHITE HORSE von UFFINGTON  - auf einem grasbewachsenen Hügel wurde die Grasnabe und die Erde entfernt und mit Kalkstein aufgefüllt. Dieser Kalkstein bildet auch den Untergrund dieser Gegend. Dies alles geschah vor ca. 3000 Jahren, seitdem hat sich das Bild etwas verändert, vermutlich ist es schmäler geworden. Vom Parkplatz aus ist zwar ein teil der Struktur zu erkennen, der komplette Anblick bleibt jedoch den Vögeln oder fliegenden Menschen vorbehalten. Um so mehr verwundert es dann, wie dieses Werk geschaffen wurde, mit welchen Hilfsmitteln. Auch der Zweck verbirgt sich im Nebel der Geschichte sorgfältig vor den Besuchern. Nach einem längeren Anmarsch durch weidende Schafe hindurch unter einer stechenden Sonne erreichen wir das Pferd. Die Strukturen sind größtenteils nicht breiter als einen Meter und aus der Nähe kann man nur kleine Details betrachten, der Zusammenhang bleibt verborgen.

Wir fahren weiter in Richtung M4, die uns auf den großen Londoner Autobahnring, die M25 bringt, von dort aus dann weiter in den Norden über die M4. Doch bevor wir Harwich erreichen, sich der Kreis schließt, durchqueren wir mehrere Wolkenbrüche und Gewitter. Im Radio erfahren wir, daß die gestrigen Gewitter in der Umgebung von Birmingham sogar einen Tornado ausgelöst haben, in Glastonbury wurden einige Läden überschwemmt und unser Hotel wurde im wahrsten Sinne des Wortes durchflutet, denn der Hintereingang hat eine starke Neigung. Und so floß da Wasser vom Parplatz kurzzeitig durch das Hotel und die Küche... Das Resultat waren vor allem defekte Kühlschränke und dadurch gab es heute früh leider keine gebackenen Champignons, der Ersatz Black Pudding ist für einen Tag ja auch mal okay.

cliff hotel.jpg (19786 Byte)Wir sitzen jetzt in Harwich, in unserem Hotel, blicken auf die Dämmerung des Hafens, haben unser Schiff auslaufen seh´n, andere riesige Frachter hinein... Der Ort Harwich bietet nicht viel, verbreitet vielmehr ein Gefühl der Hoffnungslosigkeit oder sogar der Resignation. Auch landschaftlich gibt es hier keine Highlight, die gesamte Küstenregion hier ist very flach.... Wir sehnen uns nach Wales zurück, wissen daß wir den nächsten Urlaub anders planen würden, mit einem größeren Fokus auf die Berge und dann Pembrokeshire. Die Leute, das Temperament der Landschaft ist einfach anders, in Wales gehen die Uhren langsamer und die Autos fahren nicht so schnell, da alle Autobahnen vorher absterben...

 

Wir kommen wieder...

 

 

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08.08.99 Oliver Mayfarth