Kathmandu NAMASTE!
Nach dem schier endlosen Anstehen bei der Paßkontrolle verlassen wir nach einer Stunde das Flughafengebäude: überall Schilder, hochgereckt von braunen Händen, Touristen erwartend, Hotels anpreisend, dazwischen Rufe TAXI TAXI, - ein warmer Lärm inmitten des MittagssBegrüßung und Verabschiedung im Hotel Dwarika´smogs der Großstadt Kathmandu. Wir tragen unser Gepäck in einen klapprigen Pickup, Polizisten schlagen einen bettelnden Kofferträger, dann sind wir an unserem Bus angelangt, bekommen einen kleinen weißen Schal als Begrüßungsgeschenk von unserem Reisebegleiter und sind in unserer europäischen Kleidung bereits das erste Mal durchgeschwitzt... Über die Ringstraße gelangen wir in den Stadtteil Batisputali und schließlich in unser erstes Hotel - Dwa-rika´s. Nach der staubigen lauten Straße gelangen wir durch eine kleine Tür, die von einem salutierenden Uniformierten geöffnet wird, in eine andere Welt: ein Hof, oder vielmehr ein Garten, umgeben von Ziegelgebäuden, die alle mit reich verzierten Holzfenstern und -balken versehen sind, Schnitzereien aus dem Kathmandutal - das ist unser Domizil für die Eine Ganesh-Statue im Hotel Dwarika´sersten beiden und die drei letzten Nächte unserer Rundreise. Pashupathinath Nach einer kurzen Ruhepause ging es los zu unserer ersten Tour in eine völlig neue, völlig fremde Umgebung. Der lärmende Linksverkehr, der sich durch die Straßen schlängelt, die fremden Gesichter, lautes Hupen und für die Nase auch noch vollkommen neue Impressionen - das waren die ersten Eindrücke, nachdem wir das behütete Portal unseres Hotels verließen. Nur etwa zwei Kilometer entfernt befindet sich das bedeutendste hinduistische Heiligtum Nepals und eines der wichtigsten Shiva-Heiligtümer des indischen Subkontinentes - Pashupathinath.

 

 


PASHUPATHINATH
Der hinduistische Tempel vom anderen Ufer des Baghmati RiverDer Tempel selbst darf nur von Hindus betreten werden, uns blieb der Blick durch das Portal auf den Tempel und das Hinterteil eines riesigen Nandi-Standbildes. Jagaat Jung Rana wollte mit diesem Standbild Abbitte leisten für eine versehentlich bei der Jagd erlegte Kuh. Wir gelangen über einige kleine Gassen an der Vatsaleshvari- Pagode vorbei an eine Brücke, die uns auf das andere Ufer des Bagmati führt. Von da sehen wir die Feuer der Ghats brennen. Gerade diese Verbrennungsplätze am Bagmati River haben eine sehr große Bedeutung für die hiesige Bevölkerung, da der Platz bereits durch den Shiva Tempel heilig ist, der Bagmati führt jedoch die Asche mit in den Ganges, den heiligen Fluß. Gleichzeitig zu den Verbrennungen erfolgen am anderen Flußufer zeremonielle Waschungen, weiter unten badet jemand und eine Frau wäscht ihre Wäsche und die Sterbenden haben hier die Möglichkeit, ihre Füße im Fluß zu kühlen. Die "Gaths", die Verbrennungsplätze in PahupathinathFür die Hindus hat das Wasser eine Art Trennungsfunktion zwischen dem Tod und dem Leben, für uns Europäer erscheint bereits jetzt vieles fremd, bestürzend, auf jeden Fall sehr ungewohnt. Wir, mit unseren vielleicht übertriebenen Vorstellungen von Sauberkeit und Reinlichkeit, können uns kaum vorstellen, daß jemand, der in diesem Wasser badet, nicht krank wird... Und dann die ersten Pagoden, alles ist so fremdartig, mystisch, undurchdringlich oder geheimnisvoll wie die Sadhu´s (Asketen)mit ihren gekalkten Gesichtern und Stirnmalereien, zotteligen Haaren und knorrigen Stöcken, fast scheinen sie irr durch die verschiedenen Stufen der Askese. Noch Ein Lingam in Pashupatinathnicht erwähnt habe ich die in den Tempelanlagen allgegenwärtigen Affen, hier sind es Rhesusaffen, die selbst über (isolierte) Stromleitungen turnen oder mich mit verkohltem Holz bewerfen. An einer Stelle am Fluß, an dem Sebastian Wendland, unser Guide, uns ein Vishnu Relief erläutert, kommen zwei Kinder an, zuppeln an meiner Hose, halten die Hand auf, sie bekommen kein Geld, haben dann aber doch noch ihr Vergnügen, als sie erst die Umgebung und dann sich selbst im Monitor der Kamera betrachten können...

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